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Der Umweltstammtisch appelliert: Weniger Plastik-Müll in unserer Landschaft

In seiner letzten Sitzung diskutierte der Umweltstammtisch auch über den zunehmenden Plastikmüll. Dieser stellt für unsere Umwelt eines der größten Probleme dar, weil nur ein Bruchteil recycelt wird, der Großteil aber in der Müllverbrennung, auf illegalen Müllhalden in der „dritten Welt“ oder in unserer Umwelt landet. Plastik ist quasi unsterblich, zerfällt je nach Umwelteinflüssen mehr oder weniger schnell in winzige Teilchen – dem Mikroplastik – und gelangt nachgewiesenermaßen über die Nahrungskette auch in unsere Lebensmittel. Abgesehen von unzähligen Tieren, die Plastikstückchen mit Nahrung verwechseln und unsäglich zugrunde gehen, schaden wir also auch uns selbst.

Der Umweltstammtisch appelliert daher an alle Mitbürger, die Verwendung von Plastikartikeln so weit wie möglich einzuschränken. Jeder kennt die derzeit laufende Diskussion über die ungeheure Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll. Aber wir müssen nicht erst die Weltmeere betrachten, um das Problem mit dem Plastikmüll zu erkennen. Es ist unfassbar und eine Schande, wie viel Müll sich innerhalb kürzester Zeit immer wieder an den Randstreifen unserer Landstraßen ansammelt. Abgesehen von einer hier wohl wenig erfolgreichen Erziehung (Müll wirft man nicht einfach aus dem Fenster) mangelt es manchen Zeitgenossen wohl auch an der geistigen Erkenntnis, dass es Mülleimer gibt. In den meisten Autos gibt es sogar Aschenbecher, so dass man auch nicht die Zigarettenkippen aus dem Fester werfen muß.

Leider nur ein Beispiel für die überall vorhandene wilde Vermüllung der Landschaft. Hier insbesondere durch Plastiktüten.

In Deutschland verbrauchen wir ca. 10.000 Plastiktüten pro Minute (5,3 Mrd./Jahr). Dafür werden im Jahr ca. 260 Mio. Liter Erdöl benötigt. Über 230 Unternehmen haben glücklicherweise inzwischen das Problem erkannt und geben keine oder nur noch kostenpflichtig Plastiktüten aus. Da es auch immer noch Einkaufstaschen und – körbe gibt (früher war nicht alles schlecht) hat der Kunde auch entsprechenden Alternativen. Mehrweg statt Einweg ist hier – aber nicht nur hier – die Lösung. Die einmalige Verwendung von Plastik ist nicht nur eine unnötige Verschwendung von Rohstoffen, sie verschärft auch die Müllproblematik.

Um etwas dagegen zu tun können wir quasi vor unserer Haustür anfangen. Die politisch Handelnden haben von Haus aus eine gewisse Vorbildfunktion und sollten dieser auch gerecht werden. Es wäre ein gutes Zeichen, wenn im anstehenden Wahlkampf für die Europa- und Kommunalwahlen entgegen dem Trend wieder vermehrt (Mehrweg-) Plakatständer an Stelle der Plastik-Einweghalter verwendet werden würden. Hier kann man zeigen, ob man sich über sein Handeln Gedanken macht und ob man bereit ist, zum Wohle einer besseren Umwelt auch etwas mehr Aufwand in Kauf zu nehmen. Letztendlich sind es die Taten und nicht die Versprechen auf den Wahlplakaten, die über unsere Zukunft entscheiden. Um das Plastikproblem in den Griff zu bekommen, haben wir keine Zeit mehr. Der Umweltstammtisch hofft, dass sich die Mitmenschen ihrer Verantwortung bewußt werden und zur Vermeidung von Plastikmüll beitragen.

Umweltstammtisch gründet Themengruppe „Ketscher Rheininsel“

Die gesamte Ketscher Rheininsel mit dem darauf befindlichen Ketscher Rheinwald ist seit 1950 als Naturschutzgebiet, seit Jahren gleichzeitig auch als Vogelschutzgebiet (Nummer 6617-401) sowie als Fauna-Flora-Habitat Gebiet (FFH-Gebiet 6716-341) ausgewiesen. Sie hat sich zu einem der beliebtesten Ausflugsziele und zu einem Eldorado für Erholungssuchende und Naturfreunde in der Region entwickelt und wird somit nicht nur ausgiebig von Ketscher Bürgern sondern auch von Bürgern aus der ganzen Umgebung besucht. Umweltstammtisch gründet Themengruppe „Ketscher Rheininsel“ weiterlesen

Gemeinsame Aktion zwischen Forst und Umweltstammtisch erfolgreich

Bei schönstem Spätwinterwetter hatten sich am Samstag die Mitglieder des Umweltstammtisches Ketsch e.V. mit dem Revierförster, Herrn Krotz, sowie Herrn Heene vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT, Botanik) als Spezialisten für die Wildrebe auf der Rheininsel getroffen, um gemeinsam nach bislang unentdeckten Wildreben zu suchen. Auf der Ketscher Rheininsel bilden die erfassten, rund 120 Pflanzen, den größten Bestand nördlich der Alpen, und verdienen einen besonderen Schutz. Gemeinsame Aktion zwischen Forst und Umweltstammtisch erfolgreich weiterlesen

Appell für Erhalt vorhandener Bäume und weitere Aktivitäten

Nachdem auf der Rheininsel und auch durch die Baugebiete Bruchrain und Fünfvierteläcker viele Bäume gefällt wurden, sprechen sich die Mitglieder – auch in Hinblick auf die Zielvereinbarungen beim Pariser Klimagipfels – gegen weitere Baumfällaktionen größeren Stils aus. Bei der Neugestaltung der Schwetzinger Straße und des Marktplatzes sowie bei anderen Baumaßnahmen sollte der Baumbestand erhalten bleiben. Viele Platanen und auch Kastanienbäume spenden im Sommer Schatten und tragen ganzjährig positiv zur CO2-Bilanz bei.

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